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Wie man die Vorschriften beim Verkauf von Bekleidung und Textilien in der EU und im Vereinigten Königreich einhält

20.08.2024

Wie man die Vorschriften beim Verkauf von Bekleidung und Textilien in der EU und im Vereinigten Königreich einhält

In letzter Zeit sind viele Amazon-Händler beim Verkauf von Textilien und Bekleidung in Europa und Großbritannien auf Sicherheitsprobleme gestoßen. Die Gründe für die Delisting-Meldung liegen darin, dass die Produkte die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen. Folgende Arten von Delisting-E-Mails werden versendet:
① Unzulässige Kennzeichnung

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② Entspricht nicht den Sicherheitsstandards

Welche konkreten Anforderungen gelten für den Export von Textilien in die EU und nach Großbritannien? Viele Händler glauben, Textilien seien gängige Güter und Amazon habe sie falsch eingeschätzt. Tatsächlich gelten in der EU und Großbritannien jedoch relativ strenge Exportbestimmungen für Textilien. Produkte müssen nicht nur den Textilsicherheitsstandards entsprechen, sondern auch über entsprechende Etiketten verfügen. Dieser Artikel erläutert die spezifischen Anforderungen für Textilien und Bekleidung in der EU und Großbritannien.

1. Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 über die Kennzeichnung von Textilien und den Fasergehalt

Textilerzeugnisse, die nach dem 8. Mai 2012 in der EU und in Großbritannien in Verkehr gebracht werden, müssen dieser Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 entsprechen.

Zu den Hauptinhalten der Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 gehören: die Festlegung der Bezeichnungen von Textilfasern, die Kennzeichnung von Faserbestandteilen von Textilerzeugnissen und die Nachweismethoden für Faserbestandteile.

2. Anwendungsbereich der Verordnung (EU) Nr. 1007/2011

Die EU-Textilverordnung gilt für Erzeugnisse, die ausschließlich aus Textilfasern bestehen, sowie für Erzeugnisse, die wie Textilien behandelt und in Verkehr gebracht werden. Beispiele für Textilerzeugnisse sind Bekleidung, Tischsets, Gürtel, Bänder, künstliche Blumen usw.

Zu den Produkten, die ähnlich wie Textilien behandelt werden, gehören:
① Textilien, die in andere Produkte eingearbeitet werden und einen integralen Bestandteil dieser Produkte bilden, deren Zusammensetzung identifiziert wurde;
② Produkte, die zu mindestens 80 Gewichtsprozent aus Textilfasern (oder entsprechenden Textilbestandteilen) bestehen;
③ Möbel, Sonnenschirme und Sonnenschutzvorrichtungen enthalten mindestens 80 Gewichtsprozent Textilanteil; und
④Textile Komponenten der oberen Schicht von Matratzenbezügen, Campingausrüstungsbezügen und mehrlagigen Bodenbelägen.


3. Anforderungen an den Etiketteninhalt

Gemäß den Vorschriften zur Textilkennzeichnung und zum Fasergehalt müssen Produkte beim Inverkehrbringen gekennzeichnet werden. Hier fassen wir die erforderlichen Kennzeichnungsinformationen zusammen:
A. Faserzusammensetzung (z. B. 100 % Polyesterfaser; die Bezeichnungen „100 %,“ oder „Vollfaser“ dürfen nur verwendet werden, wenn das Textilprodukt vollständig aus derselben Faser besteht).
b. Nichttextile Teile tierischen Ursprungs (z. B. Pelz oder Leder) müssen deutlich gekennzeichnet werden.
C. Etiketten dürfen keine anderen Abkürzungen als die Codes für die maschinelle Verarbeitung enthalten.

4. Anforderungen an den Etikettendruck

Generell müssen Textilprodukte mit haltbaren, gut sichtbaren und benutzerfreundlichen Etiketten versehen sein, entweder direkt am Produkt oder auf der Verpackung. Nehmen wir beispielsweise T-Shirts. Es empfiehlt sich, das Etikett innen am Halsausschnitt anzubringen.

5. Welche Zertifizierungsstandards müssen Textilien und Bekleidung erfüllen?

①Chemikalien und Schwermetalle (REACH)

Die REACH-Verordnung regelt gefährliche Chemikalien in Konsumgütern, darunter auch Bekleidung und Textilien. Hunderte von Chemikalien werden bei der Textilherstellung verwendet, darunter auch Substanzen, die als giftig gelten und Beschränkungen unterliegen. Phthalate beispielsweise können zur Erhöhung der Farbbrillanz eines Produkts eingesetzt werden, unterliegen aber den REACH-Bestimmungen. Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass Ihre Produkte keine Substanzen enthalten, die die in REACH festgelegten Grenzwerte überschreiten.

Welche Stoffe sind in Bekleidung und Textilien am häufigsten verboten?
Nachfolgend finden Sie Beispiele für in Kleidung und Textilien enthaltene verbotene Substanzen:
a. Aromatische Amine (aus Azofarbstoffen, die zur Erzeugung leuchtender Farben bei Textilien verwendet werden)
b. Formaldehyd (wird verwendet, um die Farbechtheit und Knitterfestigkeit von Textilien zu erhöhen)
c. Phthalate (können in Kunststoffteilen von Kleidung oder Textilien vorkommen und werden zur Erhöhung der Helligkeit verwendet)
d. Pentachlorphenol (PCP) (wird als Konservierungsmittel in Textilien verwendet)
e. Organozinnverbindungen (für die antibakterielle Wirkung und zur Vorbeugung unangenehmer Schweißgerüche)
f. Alkylphenoloxyethylenether (APEO) (verwendet als Tensid)

② Allgemeine Produktsicherheitsrichtlinie (GPSD)

Die Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit (GPSD) hat zum Ziel, die allgemeine Sicherheit von Konsumgütern vor deren Inverkehrbringen in der EU zu gewährleisten. Die GPSD umfasst Konsumgüter, einschließlich Bekleidung und Textilien. Sie beinhaltet Anforderungen an Sicherheit, Kennzeichnung und Dokumentation.

Durch die Einhaltung eines harmonisierten Standards kann davon ausgegangen werden, dass Ihr Bekleidungs- oder Textilprodukt den technischen Anforderungen der GPSD in den vom Standard abgedeckten Aspekten entspricht. Derzeit gibt es nur einen einheitlichen Standard für Bekleidung gemäß GPSD:
a. EN 14682 Sicherheit von Kinderbekleidung – Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung
Wenn keine harmonisierten Normen existieren, können Importeure oder Hersteller von Bekleidung oder Textilien dennoch andere internationale oder nationale Normen verwenden, wie zum Beispiel:
b. EN 17394 Sicherheit von Kinderbekleidung – Sicherheit von Knopfverschlüssen – Prüfverfahren
c. EN 14878 Textilien – Brennverhalten von Kindernachtwäsche – Spezifikation

Anforderungen der GPSD an Verkäufer:
a. Erstellung und Sicherung von Risikobewertungsberichten
b. Technische Dokumentation erstellen
c. Rückverfolgbarkeitsetiketten bereitstellen
d. Prüfbericht einholen (falls zutreffend)
e. Erstellen Sie gegebenenfalls ein Benutzerhandbuch für das Produkt.

6. Was sind die EN-Normen für Bekleidung und Textilien?

① EN-Normen für Kinderbekleidung
a. EN 14878 – Brenneigenschaften von Kinderpyjamas
b. EN 14682 – Sicherheit von Kinderbekleidung
c.EN 17394-1 – Textilien und Textilerzeugnisse: Teil 1 – Sicherheit von Kinderbekleidung – Sicherheit von Accessoires an Babybekleidung – Spezifikation
d. EN 17394-2 – Textilien und Textilerzeugnisse: Teil 2 – Sicherheit von Kinderbekleidung – Sicherheit von Knopfverschlüssen – Prüfverfahren
e. EN 17394-3 – Textilien und Textilerzeugnisse: Teil 3: Sicherheit von Kinderbekleidung – Sicherheit der Befestigung von Druckknöpfen für mechanische Anwendungen – Prüfverfahren
f. EN 17394-4 – Textilien und Textilerzeugnisse: Teil 4: Sicherheit von Kinderbekleidung – Sicherheit von Befestigungen anderer Bauteile als Knöpfe und Druckknöpfe für mechanische Metallanwendungen – Prüfverfahren


② EN-Norm für Schutzkleidung
a. EN ISO 20471: Prüfverfahren und Anforderungen an Warnkleidung
b. EN 1150: Schutzkleidung. Warnkleidung für den nicht-professionellen Gebrauch
c.EN 342: Schutzkleidung – Kälteschutzanzüge und -bekleidung
d. EN 343: Wasserdichte, atmungsaktive Schutzkleidung
e. EN 531: Schutzkleidung für Industriearbeiter, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind (ausgenommen Schutzkleidung für Feuerwehrleute und Schweißer)
f. EN 13034: Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien


③ EN-Normen für Bettwaren (ausgenommen Matratzen, Bettgestelle und Matratzenauflagen)

EN ISO 12952-1: Beurteilung der Entflammbarkeit von Bettwaren
EN ISO 12952-2: Beurteilung der Entflammbarkeit von Bettwaren

④ Vorhang nach EN-Norm

EN 13772: Messung der Ausbreitung vertikal ausgerichteter Textilgewebe für Gardinen und Vorhänge unter einer großen Zündflamme

7. Spezialtextilien: Vorschriften für persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Anwendbare Produkte:
wasserdichte Hose
feuerhemmende Kleidung
gut sichtbare Kleidung
Schutzhandschuhe
Ohrenschützer

8. Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung (PSA) für Verkäufer

Hier sind einige Anforderungen, die Importeure oder Hersteller von Produkten für die persönliche Schutzausrüstung beachten sollten, bevor sie ihre Produkte in der EU in Verkehr bringen:
Benutzerhandbuch erstellen
Technische Dokumentation erstellen
Testbericht anfordern
Konformitätserklärung (DoC) erstellen
CE-Kennzeichnung anbringen
Produktrückverfolgbarkeitsetiketten bereitstellen

9. Wie ist mit dem Produkt umzugehen, nachdem es aus den Regalen genommen wurde?

① Prüfen Sie, ob das Etikett korrekt ist.

② Prüfung nach unterschiedlichen Prüfstandards je nach Textilart

③ Entwurfsdokument (falls zutreffend)

④ Machen Sie ein Foto der Produktverpackung, um eine Beschwerde einzureichen.

⑤ Die E-Mail erklärt, wie man ähnliche Probleme vermeiden kann